Musik Video vom Filmdreh in Berlin
Die erste Frage ist natürlich 'Wie kommt Herr Wie-war-gleich-noch-sein-Name dazu, ein Musikvideo aufzunehmen? Patrick Buhr, ein alter Bekannter macht professionell Filme. Das Wort macht trifft es bei ihm am besten. Er macht einfach alles vom Drehen über 3D, Compositing, einfach alles und das auch noch richtig gut. Und da er seine Art Jahresarbeit auf dem SAE in Berlin loswerden musste fragte er mich, ob ich nicht Lust hätte ein Musikvideo zu drehen.
Da ich schon immer davon geträumt hatte, ein Video mit mir als Band zu drehen - also ich an Drums, Gitarre und Bass gleichzeitig in einem Raum, wollten wir genau das tun. (wie selbstlos) Also fuhr meine Freundin, ihre Schwester und ich am 29.10.05 nach Berlin um das Video zu drehen. Mir ging es total besch****** weil ich gerade eine ganz tolle Grippe hängen hatte. Konnte kaum gerade laufen. Naja, aber als wir ankamen ging das nach 10 Stunden Fahrt auch gleich zur Sache. Am Samstag haben wir die Schlagzeug Szenen aufgenommen, am Sonntag habe ich Urlaub in Berlin gemacht, da wir da nicht drehen konnten, Montag haben wir dann den Rest gedreht. Berlin ist eine wirklich schöne Stadt, ich war das erste mal da, ich war wirklich überwältigt.
Der Clip hatte später dann bei seiner Bewertung die Höchstnote erreicht und ist jetzt als Referenzvideo auf der Homepage von SAE zu bewundern. (Hier ist der Link - es ist der erste Film)
Ein paar Worte zur Musik: Die sollte man nicht zu ernst nehmen, wir wollten beide ein visuell sowie akustisches Chaos produzieren. Als ich die ersten Entwürfe von ihm bekam (das war eines von diesen einäugigen Pflanzen da oben) fiel mir dieses rhythmische Chaos aus dem Strophenthema ein. Habe den Drumgroove irgendwie im Unterrichtsraum gespielt, aufgenommen und dann in's Cubase getippt. Nach ein paar Änderungen konnte ich den Groove dann auch nicht mehr spielen. Toll gemacht. Aber in weiser Vorraussicht hatte ich das vorher 20 Minuten vor der letzten Probe geübt, 20 Minuten sind wirklich sehr weise bei sowas :-P.
Gitarre und Bass hatte ich relativ schnell eingespielt und dann habe ich mir ein Roland V-Drum (Danke nochmal an Dennis und Martin aus dem Schlaile) ausgeliehen und das Schlagzeug über ein Wochenende live eingespielt. Da freute ich mich natürlich auch wieder sehr über den manuell veränderten Drumgroove... Eigentlich hatte ich ganz viele Parts geplant, in denen ich abwechselnd irgendwelche 3er und 5er Figuren mit allen Instrumenten spiele, aber davon hört man am Schluss nur einen kleinen Ansatz, weil die Zeit einfach nicht gereicht hat. Die ganzen Spielereien stellten sich um einiges schwerer heraus als ich gemerkt habe, wie schwer das ist abwechselnd Sechzentel nacheinander einzuspielen (Timing-igitt).
Auf jeden Fall hat sich das ganze wirklich gelohnt, Patrick hat das wirklich hervorragend hinbekommen. Bis auf ein paar Schlagzeugszenen, die nicht stimmen ist es wirklich perfekt. (Bin ich nachtragend)
Hier also das Video (Vorsicht 220 MB) in DVD Qualität zum Download.
Wer es kleiner ansehen will, kann es beim SAE (14MB) anschauen.
Der Michl
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